Warum ist unser großes Ziel der finanziellen Unabhängigkeit so wichtig für uns? Und wie sind wir überhaupt zu diesem Schluss gekommen? In diesem Artikel teilen wir mit Euch unsere Gedanken hinter dem gesamten Konzept.

Der Gedanke der finanziellen Unabhängigkeit war für mich schon immer ein Thema. Ich bin selbst in einem Haushalt groß geworden, wo wir mit sehr viel finanzieller Unsicherheit kämpfen mussten. Das hat für mich das Ziel geprägt mir eines Tages keine Gedanken mehr um Geld machen zu müssen. Ich wollte einfach mal reich werden.

Moritz hat den Umgang mit Geld schon früh gelernt und ist von Natur aus sehr sparsam. Als wir uns kennen gelernt haben war seine Kostenbasis kaum existent und seine Sparquote lächerlich hoch. Das hat sich mit meinem Erscheinen in seinem Leben geändert. Man könnte also sagen ich bin für ihn eine Sparquotenbremse… Naja besser als eine Spaßbremse.

Mein Verständnis von Reichtum hat sich jedoch schnell mit der Entwicklung unserer Beziehung geändert. Wir beide befanden uns im ersten Job nach unseren Uni-Abschlüssen, voller Vorfreude auf das beginnende Berufsleben und fest davon überzeugt, dass es immer so gut laufen würde.

Nun haben wir beide aber auch sehr viel Zeit in den ersten beiden Berufsjahren getrennt verbringen müssen. Moritz war ein halbes Jahr für ein Projekt in den USA stationiert, ich darauf ein Jahr in Japan. Plötzlich war Karriere zwar noch wichtig, es rückten aber auch andere Prioritäten, wie die Partnerschaft, Freundschaften und Familie in den Vordergrund.

Mit all den positiven Erfahrungen, die wir in den ersten Berufsjahren gemacht haben, bekamen wir aber auch die ersten politischen Konflikte im Unternehmen mit. Wir haben gesehen, dass auch eine junge Karriere schnell vorbei sein kann, wenn sie zu steil verläuft oder man den falschen Manager verärgert. Ständiges heucheln ist für uns beide nichts, weshalb wir uns auch fragten: schaffen wir es den Job überhaupt bis zur Rente zu machen, ohne uns selbst zu verlieren?

Zudem merkten wir auch wie Kollegen, die schon weiter aufgestiegen waren sich sehr stark von ihrem Einkommen abhängig machten. Das Haus muss abgezahlt werden, die Frau arbeitet nur in Teilzeit oder gar nicht, die Kinder müssen Studieren. Kosten über Kosten sorgen dafür, dass man bedingungslos auf das Einkommen angewiesen ist. Ob der Job noch Spaß macht ist egal, denn es muss Essen auf den Tisch.

Wollten wir das wirklich? Wäre es nicht besser den Job mit Freude zu machen und im Falle der Unzufriedenheit weiter zu ziehen? Wenn es schlecht läuft die Firma wechseln und einige Monate ohne Gehalt überbrücken zu müssen? Oder ein auf Dauer niedrigeres Gehalt in Kauf zu nehmen?

Nun kam die erste Diskussion auf: Wie sichern wir uns gegen schlechte Zeiten im Job ab?

Die Antwort darauf war für uns recht einfach, da wir bereits angefangen hatten ein passives Einkommen aufzubauen. Nur nahm es jetzt mehr Struktur an, weil wir darin mehr Bedeutung gesehen haben als nur das Geld, welches wir nicht brauchen auf die hohe Kante zu legen.

Unser Depot war unsere Absicherung gegen berufliche Unzufriedenheit.

Wir haben begonnen konkrete Sparquoten festzulegen, anstatt nur die “Reste” am Ende des Monats wegzusparen. Denn nach unserer Rechnung konnten wir es uns so schneller leisten im Falle einer Beruflichen Umorientierung die Zeit mit nur einem oder später auch keinem Gehalt zu überbrücken.

Noch bedeutender wurde das Thema als wir heiraten wollten…

Denn da kam zum ersten Mal konkret das Thema Familienplanung auf. Wollten wir überhaupt Kinder und wenn ja, wie handhaben wir das Thema Elternzeit? Können wir mit Nachwuchs unseren Lebensstil überhaupt aufrecht erhalten?

Was wir vorher unterschätzt hatten und später auch bei Freunden gesehen haben, ist die Freude, die man als Elternteil an einem Kind hat. Vor diesen Eindrücken sinnierte ich noch davon, direkt nach dem Mutterschutz zurück an die Arbeit zu gehen. Zum einen um nicht den Anschluss zu verlieren aber noch viel mehr um die finanzielle Sicherheit nicht zu verlieren.

Nachdem ich aber Freunde mit ihren Kindern beobachtet hatte, nagte der Gedanke schon an mir, dass ich gerne Zeit mit unserem potentiellen Nachwuchs verbringen wollen würde. Auch Moritz dachte schon laut über Spieltage mit den Kindern im Garten nach.

Für uns war ein weiterer Grund für eine zügige finanzielle Unabhängigkeit in den Vordergrund gerückt. Wir wollten den Luxus haben die Arbeit depriorisieren zu können um Zeit als Familie zu genießen.

Seitdem haben wir nun zwei konkrete Meilensteine, die wir finanziell erreichen wollen:

  1. Genug passives Einkommen um eine entspannte Familienplanung ermöglichen zu können
  2. Unsere Lebenshaltungskosten vollständig aus passivem Einkommen decken zu können

Ziel Nummer eins liegt gut im Plan, die Eieruhr tickt auch noch nicht so laut. Daher ist das ein nettes Zwischenziel, über das wir uns bei gegebenem Zeitpunkt freuen können.

Der härtere Brocken ist die Nummer zwei, welche wohl noch das eine oder andere Jahrzehnt dauern wird. Aber darüber werden wir euch ja hier auf dem Laufenden halten.

Zusammenfassend sind also unsere Gründe für die Zielsetzung der finanziellen Unabhängigkeit:

  • Finanzielle Sicherheit ohne Sorge um die Zukunft
  • Die Möglichkeit im Job Entscheidungen ohne finanziellen Druck treffen zu können
  • Die Option sich zeitweise auf Familie konzentrieren zu können

Wie sieht das bei Euch aus? Habt Ihr die Selben Ziele? Oder vielleicht seid ihr auch ganz anders motiviert? Wir würden uns freuen auch Eure Eindrücke zu erfahren!